Nazi-Blockade in Dresden 13.Februar 2010

Februar 14, 2010

Eigentlich müsste hier ein langer Artikel zur Nazi-Blockade in Dresden stehen, aber da schreiben ja auch viele Andere drüber und wenn ihr wissen wollt, was so passiert ist, könnt ihr diesen Blog-Eintrag lesen: http://www.woschod.de/2010/02/13/dresden-13-februar-nazis-erfolgreich-blockiert/. Etwas kritischer wird der http://blog.adrianlang.de das bestimmt in Kürze aufarbeiten, der in unserer Bezugsgruppe war. Allgemein kann man sagen, dass wir eine Großdemo der Nazis verhindern konnten, jedoch Splittergruppen trotzdem durch die Stadt ziehen konnten. Im Großen und Ganzen waren die Nazis aber ganz schön angepisst, weshalb sie in anderen Städten randalierten und ein antifaschistisches Zentrum in Dresden (AZ Conni) angriffen. Wir waren überwiegend bei der großen Blockade auf der Hansastraße und schauten später noch bei der Absperrung Fritz-Reuter Straße Ecke Hansastraße rein, weil wir befürchteten, dass die Nazis in der Nähe eine Glegenheit zum Durchziehen bekommen könnten. Dort wurden auch brennende Barrikaden von Autonomen errichtet und dann auch Wasserwerfer von der Polizei eingesetzt. Grund für den Einsatz der Wasserwerfer waren offiziell tatsächlich Schneebälle, die von Demonstranten auf die Polizei geworfen wurden. Am Ende der Blockade, gegen 17 Uhr, wurden erstmals massiv und aggressiv Demonstranten von der Polizei festgenommen. Wir konnten beobachten wie ein Demonstrant, der ein Polizeiauto mit der Handfläche schlug, von einem Beamten beinahe zusammengeschlagen wurde. Andererseits gab es zum Ende hin auch ziemliche Idioten, die aus Polizeiautos, die uns den Weg zu den Bussen versperrten, Luft aus den Reifen ließen oder Seitenspiegel zerstörten, obwohl diese Fahrzeuge noch weggefahren werden sollten, damit wir zu den Bussen kommen konnten. So mussten sich die 10 000 Demonstranten durch ein oder zwei Auto-Lücken schlängeln. Gleichzeitig ist jedoch auch nicht zu verstehen, warum wir so lange auf Polizeischutz warten mussten, wenn schon unzählige Beamten in unserer Nähe waren und wir zu 10 000 durch die Stadt marschierten. Die Polizisten am Blockade-Punkt Hansastraße waren jedoch sehr entspannt und ließen auch einen ausgiebigen Schneeballbewurf mit einem ironischen Lächeln zu. Am Ende konnte man sogar einige Beamte zur Musik mitwippen sehen. Nächstes Jahr bin ich auf alle Fälle wieder mit dabei. Der abschließende Demonstrationszug war ein gelungener Abschluss für die ganze Aktion.  In diesem Sinne: „No Paserán!“

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Eine Antwort to “Nazi-Blockade in Dresden 13.Februar 2010”

  1. […] „Nazi-Blockade in Dresden 13.Februar 2010“ auf irgendwasanderes […]

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